Gaststätte & Park

Die über 20 ha große Parkanlage des Bürgergartens liegt am südlichen Stadt- rand der Domstadt Naumburg, nur wenige Gehminuten vom historischen Stadtkern. Der Park wurde 1775, auf Veranlassung des damaligen Kommandeurs der Naumburger Garnison erstmals dort bepflanzt, wo die spätere Hauptpromenade entstand. Der Name dieses Kommandeurs war Graf Zinzendorf und nach ihm erhielt die Anlage erstmalig den Namen “Zinzendorfer Garten”. 1805 wurde die Parkanlage in “Bürgergarten” umbe- nannt. Obwohl ein Großteil der Anlage im Stil eines Volksgartens gehalten ist sind keine einheitlichen Gestaltungsprinzipien zu erkennen.
Der Park ist terrassenförmig angelegt. Offenes Gelände ohne Einfriedung geht über in freie Landschaft bzw. schließt sich ans “Buchholz” an. Bis 1930 entstandene Erweiterungen wurden im jeweiligen Stil der Zeit angelegt und geben dem Park seine spezielle Eigenheit.

Im Jahre 1798 entstand die “Gaststätte Bürgergarten” an Stelle eines ein- fachen Gartenhäuschens. Die Stadt als Besitzer verpachtete die Wirtschaft, und führte auch im folgenden Jahrhundert verschiedene Um- und Anbauten aus, so u.a. 1877 die angebauten Kolonaden.

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Im von Kastanien-Bäumen beschatteten Biergarten steht der 1882 gebaute Musik- pavillon, der heute noch in seiner damals errichteten Form erhalten ist.

1845 wurde ein Turnplatz eingerichtet, der im folgenden Jahr von Professor Friedrich Ludwig Jahn (Turnvater Jahn) eingeweiht wurde.
Sein Gedenkstein steht heute auf dem Gelände des ehemaligen Turnplatzes, 20 Meter vom Biergarten entfernt.

Gepflegte Wege laden nach üppigem Essen zum spazieren gehen ein.

Unweit der Gaststätte geben rechteckige Rosenbeete, angelegt wie ein Rondell, dem “Rosengarten” seinen Namen.

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In der Nähe des Rosengartens gelangt man zu einem turmartigen Häuschen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden von der Stadt in diesem Gelände neue Zuflüsse zur Verstär- kung der alten Wasserleitung erbohrt. Zur Regulierung legte man einen Schacht mit Stollen an, der dann turmartig überbaut wurde. Heute heißt das Gebäude “Pulver- türmchen” und es dient zur Entlüftung der alten Wasserleitung.

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Auf dem Weg durch die Parkanlage findet man Gedenksteine
und Skulpturen aus verschiedenen Jahrhunderten.

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